Diejenigen die zum ersten mal campen gehen stellen sich immer die Frage, wie viel wird der Campingurlaub kosten. Eine Pauschale Antwort kann man nicht nennen, dafür gibt es einfach zu viele einflussreiche Faktoren. Meiner Erfahrung nach kann man aber eine Camping-Woche sehr günstig gestalten.

Im vergangenen Jahr haben wir uns mit meinen Eltern auf der Insel Cres in Kroatien getroffen. Ich war mit meiner schwangeren Freundin (im 8 Monat) sowie unserem Hund Cooper mit dem kleinen Audi A3 angereist. Ganz so viel Platz hatten wir nicht, doch das nötigste was wir bei einem Campingurlaub brauchten war dabei.  Für eine Woche Urlaub (7 Nächte) hat uns in Kroatien gerade einmal 550 Euro gekostet. Besonders günstig war hier eigentlich der Campingplatz. Ebenfalls was wir uns sparen konnten war die italienische Autobahn die ja bekanntlich sehr teuer ist.

Ein günstiger Campingurlaub

Ein günstiger Campingplatz

Gehen wir ins Detail wie wir auf nur 550 Euro gekommen sind. Der erste und meist teuerste Faktor ist der Campingplatz. Da wir in der Nebensaison zum campen gefahren sind konnten wir schon ein paar Euro pro Nacht sparen. Insgesamt haben wir für den Campingplatz nur 180 Euro bezahlt. In dem Preis waren wir zwei Erwachsene, Stellplatz (Zelt + Auto), Hund sowie auch der Strom mit inklusive. Bleibt man auf dem Campingplatz (Camp Kovacine) mindestens 7 Nächte, so bezahlt man nur 6. Dieses Angebot gilt ebenfalls nur in der Nebensaison.

Autofahrt nicht unterschätzen

Was ebnfalls das Geld aus der Urlaubskasse zieht ist die Fahrt inklusive Sprit und Autobahngebühren. Allerdings muss ich auch sagen das wir in Ungarn (recht nahe zu Wien) leben. Damit hatten wir mit 550 Kilometer einen recht kurzen Anfahrtsweg. Unser damaligen Audi A3 hat ca. 7 Liter (mit Dachbox) verbraucht. Insgesamt sind wir im gesamten Urlaub ca. 1300 Kilometer gefahren was also einen Verbrauch von 91 Liter Diesel bedeutet. Für die damaligen Preise hat uns der Sprit also um die 100 Euro gekostet. Wir können eigentlich von Glück reden, das wir die italienische Autobahn nicht nutzen mussten. Wer aus dem Südwesten Deutschlands kommt wird, wie meine Eltern auch, über den San Bernadino Tunnel > Mailand > Venedig kommen. Für die einfach Fahrt zahlt man hier 33,90 Euro. Da wir oft in Österreich unterwegs sind hatten wir bereits die österreichische Autobahnvignette. So mussten wir uns nur noch für Slowenien eine kaufen. Wir mussten wegen einen Tag die Monatsvignette für 30 Euro kaufen was ich aber noch in Ordnung finde. Zu guter letzt was wir der Autofahrt hinzurechnen können wäre die Fähre auf die Insel Cres. Die kostet für ein Auto (bis 2 Meter Höhe) 15,30 Euro sowie zwei Erwachsene für 4,80 Euro.

Insgesamt haben wir also für die Hin- und Rückfahrt, Autobahnvignette sowie die Fähre 170 Euro ausgegeben.

Selbstversorgung oder Restaurant?

Wer günstig campen möchte braucht an den täglichen Restaurantbesuch nicht denken. Günstig wird es nur dann, wenn man selbst kocht und auch günstig einkaufen kann. Am ersten Tag haben wir gleich einen Ausflug nach gemacht. Dort gab es auch den Discounter Lidl bei dem wir ein paar Basics wie Wasser, Nudeln, Tomatensoße, Reis, Wurst und Käse für die ganze Woche eingekauft haben. In dem Supermarkt auf dem Campingplatz haben wir nur das nötigste gekauft da dieser sehr teuer war. Umso erfreulicher war es aber das es einen frischen Bäcker sowie ein Obst- und Gemüseladen die recht günstig waren. Wir hatten uns das Ziel gesetzt pro Tag nicht mehr als 15 Euro für Essen & Getränke auszugeben was auch ganz gut geklappt hat.

So konnten wir auch noch drei mal ins Restaurant zum Essen gehen was in Kroatien ja nicht so viel kostet. Die drei Restaurantbesuche haben uns dann 80 Euro gekostet. Und wie es im (Spät-) Sommer auch sein muss, gab es natürlich auch zwischendurch mal ein Eis.

Fazit: Mit Verzicht geht alles

Wenn ich und meine Freundin an den Urlaub zurückdenken, war es nicht nur ein toller sondern eben auch ein günstiger Urlaub. Natürlich sind wir nicht in den Urlaub gefahren mit dem letzten Groschen. Doch da im Oktober unser Sohn auf die Welt kam gab es einfach wichtigere Dinge für dass das Geld benötigt wurde. Wer nicht unbedingt jeden Tag ins Restaurant gehen muss, ein Stellplatz direkt am Meer braucht oder immer ein dickes Steak auf den Grill hauen muss, der kann sich über einen günstigen Urlaub freuen.

Natürlich möchte ich auch noch anmerken, das die Ausrüstung wie Zelt, Stühle oder auch eine Dachbox ebenfalls Geld kostet. Dies soll aber nicht der Bestandteil dieses Preisbeispiels sein. Wie viel eine Camping-Erstausrüstung kostet und was diese beinhaltet, werde ich in einem bald erscheinenden Beitrag schreiben.

 

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