Das mich mal jemand in ein Hotel schicken kann, kommt selten vor. Nun wurde ich durch ein Weihnachtsgeschenk doch mal auf ein Wellness-Wochenende mit meiner Freundin und Kind verdonnert. Da kommt mir doch die Frage auf: Camping oder Hotel? Meine Antwort ist doch so ziemlich klar.

Ein Wellness-Wochenende

Von der Schwiegermutter gab es vergangenes Jahr zu Weihnachten ein langes Wellness-Wochenende mit der Freundin zusammen. Und da unser kleiner Finn noch zu jung ist bei der Oma zu bleiben, ging er natürlich auch mit. Nur der Hund musste mal schnell beim Schwager bleiben. Nun ja, es ging in das Royal Club Hotel in Visegrád (Ungarn). Ein recht kleines Hotel mit 4 Sterne und noch nicht zu alt.

Ich muss aber ehrlich zugeben das ich von Anfang an, eher schon immer, eine sehr skeptische Haltung gegenüber Hotels habe. So bin ich recht schnell kritisch. Meine Liste des vergangenen Wellness-Wochenende ist daher etwas lang geworden. Von oberflächliche Sauberkeit bis hin zu nicht so leckeres Büffet gibt es so einiges was mir nicht gefallen hat. Nichts desto trotz hat mir das Wochenende mit meiner Familie natürlich sehr gefallen. Gerade das kleine Städtchen Visegrád sowie die große Burg war schön anzuschauen.

Warum ich keine Hotels mag

Es gibt eigentlich zwei größere Punkte die mich bei Hotels stören und ich aus dem Grund lieber Campen gehe. Zum einen ist man am Hotel zeitlich gebunden (gebucht ist gebucht) und zum anderen finde ich das auch recht teuer. Wer sein Hotel einmal gebucht hat bekommt bei einer Stornierung selten etwas zurück. Ausnahmen wie eine Reiseschutzversicherung oder Kulanz des Hotels gibt es natürlich immer. Wenn ich mir den Zimmerpreis des letzten Hotelaufenthalt ausrechne, lag der pro Person bei 60 Euro (Halbpension). Nicht das es an Geld mangeln würde, doch dafür bin ich irgendwie einfach zu geizig dafür. Und ich denke für ein 4-Sterne-Hotel ist das noch recht günstig.

Auch was mir an Hotels nicht so gefällt, ist die Einschränkung der Freizeit. Ja natürlich, man kann rausgehen und die Stadt anschauen, ins Thermalbad gehen oder sich im Freizeitraum aufhalten. Doch ich bin nicht so ganz der Typ dafür. Selbst wenn es im Sommer nach Jesolo (Venedig) in ein Hotel mit direkter Strandlage gehen würde, wäre das für mich nichts. Im Hotel fühle ich mich einfach zu unflexibel. Was ist wenn mir das Hotel doch nicht so gefällt wie auf der Webseite versprochen? Was ist wenn das Wetter mal eine Woche schlecht ist? Der Nachbar laut? Das Essen schlecht? An ein Hotel fühle ich mich zu sehr gebunden.

Warum Camping besser ist =)

Im kurzen und ganzen: Es ist das Gegenteil vom Hotel! Wenn ich auf dem Campingplatz aufstehe, muss ich meinen Hintern erstmal durch die kalte Luft zur Toilette schleppen. Doch dafür stehe ich in meinem Bett auf, welches ich mir auch ausgesucht und gekauft habe. Ich kann mir mein Frühstück, Mittag- und Abendessen so gestalten wie es mein Magen gerade wünscht. Und wenn ich (bzw. auch meine Freundin) mal keine Lust hat zu kochen, dann gehts halt in das Restaurant. Bleibt das Wetter schlecht, kann ich nach Hause  oder an einen schöneren Ort fahren. Natürlich ohne das ich irgendwelche Stornokosten habe.

Natürlich, Camping oder Hotel ist immer so eine Sache. Und auch weiß ich, das Camping ein paar Nachteile haben kann. Doch mir ist die Natur und meine Freiheit wesentlich lieber, als in einem Hotel zu sein. Zudem finde ich ist Camping viel günstiger, sofern eine Campingausrüstung bereits vorhanden ist.

Was meint ihr?

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